HP-Banner CV Ulk

 

In den ersten Tagen des Jahres 1870 erblickte der kräftige, gesunde Verein das Licht der Welt. Felszeichnungen, die am 11.11.1869 beim Schein der Fackel in den Erdbachhöhlen entdeckt wurden, und mündliche Überlieferungen aus zuverlässigen Quellen geben Zeugnis von der fröhlichen ersten Geburtstagsfeier.
Paten standen:
1. Mitglieder des Erbacher Grafenhauses, die wiederholt an karnevalistischen Veranstaltungen in Rom teilgenommen hatten. Sie unterstützten und förderten den lieben Sprössling rheinischer Narretei und halfen ihm durch alle Fährnisse seiner Geschichte.
2. Viele Erbacher Lorbser, die in der Garnisonsstadt Mainz militärisch ausgebildet wurden und vom frohen Treiben der rheinischen Metropole fasziniert und infiziert waren. Sie brachten wertvolle Erkenntnisse mit über die richtige Ernährung und Pflege des Neugeborenen. Das Baby gedieh prächtig und nahm zu an Größe und Anziehungskraft!
Gründungsväter des Vereins waren namentlich:
Louis Bastian, Friedel Hegny, Louis Preiss, Wilhelm Fabian und sicherlich noch viele andere deren Namen wir nicht mehr bekannt sind.
Der bald nach der Geburt ausgebrochene deutsch-französische Krieg gefährdete zwar den Entwicklungsvorgang des Kleinen, aber - wie aus der schriftlichen Aufzeichnung des Jahres 1872 hervorgeht, die im Stadtarchiv urschriftlich vorliegt, hat der junge Verein keinen ernstlichen Schaden genommen.

Da steht folgendes geschrieben:

"Die Großherzogliche Bürgermeisterei wird hiermit ergebenst ersucht, einliegende Statuten des neugegründeten Carnevalvereins in Einsicht nehmen zu wollen und dieselben an Großherzogliches Kreisamt zur Einsichtnahme zu befördern."
(Erbach, den 14.November 1872)
Achtungsvollst
Wilhelm Fabian

Die aufgestellten Vereinstatuten wurden genehmigt. Im Vereinslokal "Zum Adler" wurde für die tollen Tage die Polizeistunde aufgehoben. So war also nach zweijähriger Anlaufzeit ein amtlich anerkannter Carnevalverein auf feste Füße gestellt. Ja die Lorbser!

Kindheits- und Knabenjahre (1872-1900)

Die Odenwälder Heimatzeitung (damals Erbacher Kreisblatt) ist mit ihrem wertvollen Archivbestand eine reiche Fundgrube für heimatgeschichtliche Belange und unserer speziellen Chronik. So findet man hier für das Jahr 1873 bereits eine Ankündigung eines großen Maskenballes im "Adler".
Eintrttspreis: 48 Kreuzer bei Barzahlung! Einzelne Damen 24 Kreuzer! Wie weiter berichtet wird, fand erstmals 1874 ein gutgelungener Umzug durch die Straßen Erbachs statt. Die Vereinstätigkeit beschränkte sich im ersten Jahrzehnt durchaus nicht allein auf die Faschingskampagne. Im Ablauf des Jahres wartete man mit der Darbietung von Lustspielen auf und am 8. Juli 1877 wurden vor der schönen Naturkulisse des unteren Schöllenbergs Schillers "Räuber" aufgeführt. Das darf bestimmt als Beweis großer Beliebtheit und kultureller Bedeutung des Vereins gewertet werden. Von einer Festhalle heutigen Formats und Gastspielen namhafter Bühnen wagte man zu jener Zeit im hinteren Odenwald nicht einmal zu träumen.
Der eingespielte Erlös solcher Veranstaltungen wurde oft teilweise oder ganz für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt, wie z.B. 1883 für die "Hochwassergeschädigten beiderseits des Rheins". Permanent zieht sich diese Bereitschaft zur Wohltätigkeit durch das Jahrhundert der Vereinsgeschichte. Finanzkraft und Ansehen des CV lassen sich aus folgenden interessanten Pressenotizen ableiten: "Als in den 80er Jahren die Vereinsdienerstelle ausgeschrieben wurde, sagte man den Bewerbern gute Bezahlung zu und forderte aber auch besondere charakterliche Qualifikation. Auch die Eintrittspreise zum Maskenball im Jahre 1883 lassen erkennen, dass es sich um Veranstaltungen mit besonderen Niveau gehandelt haben muss: Herren mit Damenkarte zahlten 2,-RM, Herren allein 1,50RM und Damen 1,-RM.

Was die Leute damals - übrigens wie heute - besonders erfreute, war die Verulkung von lokalen Vorkommnissen; selbstverständlich musste auch die hohe Politik Haare lassen.
Der ständig wachsende Zuspruch bedingte bald die Verlegung der Veranstaltungen in größere Räume, wie den "Saalbau" im Graben und schließlich in das Hotel "Schützenhof".
Kein Wunder, dass sich dort in der Person vom "Eckerlins Georg" ein prächtiger, aktiver Ulker entwickelte. Aus dem Jahr 1882 stammt auch der erste uns nachweisbare Hinweis auf das Erbacher Prinzenpaar. Für den 21. Februar steht der Empfang des Prinzen Carneval auf dem Programm. Prinz oder Prinzenpaar gab es wahrscheinlich bereits die Jahre zuvor, ebenso sicherlich Kampagne Orden, die im Anschluss an den Zug verliehen wurden. "Nichtnarren", wie es in dem Plakat heißt, mussten 20 Pfennig bezahlen, wenn sie Zaungast der Ordensverleihung sein wollten.
Dass die Erbacher Fastnacht nie nur reine Männerangelegenheit war, bezeugt die Durchführung einer Damensitzung im Jahre 1884. Diese Sitzung muss gut besucht gewesen sein, denn zum ersten Male findet eine Fastnachtsveranstaltung im "Saalbau" statt.

Der stramme Jüngling "ULK" (1900-1940)

Der Chronist weiß zu vermelden, dass 1905 das 35. und 1910 das 40. Stiftungsfest am großen Bahnhof abliefen. Aus dem Jahre des 35. Stiftungsfestes dürfte wohl auch die handbemalte Standarte stammen. Ein entscheidender Phasenwechsel in der Entwicklung trat ein, als unter Regie des "närrischen Kreisinspektors" SCHICK - später Landrat in Worms - im Jahre 1929 ein großer bunter Abend mit Büttenreden und allem Glanz und Gloria im Schützenhofsaal inszeniert wurde. Der "Exulker" Schick erkannte die natürliche Begabung seiner Lorbser für Humor und wusste die Humoristen richtig einzusetzen. Zu den aktiven "Bomben" jener Zeit zählten:
Johann Mohr, Karl Holm, Georg Eckerlin, Heinrich Köhler, Georg Schöpp, Ferdinand Zick

Sie verstanden es, diese erste Mustersitzung zu den heute so beliebten Gala und Fremdensitzung auszubauen und sich einen guten Ruf und herzliche Freundschaften zu anderen Carnevalvereinen zu erwerben. Ja, sogar im goldenen Mainz waren Ulker zu Gast, und Johann Mohr verdiente sich in der Bütt den MCV-Orden! Ein Auszug aus seiner Rede sei hier wiedergegeben:

"Vunn Erbach in dem Odenwald
Kumm ich, eich zu begrieße,
eil Ihr schunn lang - ob jung ob alt
Es Läwe dutt versieße.
Drum sinn mer heit mol her zu eich
Ich un e schäini Kippe
Um mit dem Meenzer Narrareich
Die Freundschaft ozuknippe.
Wer Erbach kennt, der weiß Bescheid,
Der waas, dass alle Knorbse
Vunn arme unn vunn reiche Leit
Beim erschte Ton schunn lorbse.
Fer Eich do is unns nix zu schaad
Mer schenke gärn die Kette
Em Präsident - vumm Elferrat
Kriegt jeder e Plakette.
Zum Schluß saag ich dem Präsident
Der närrischen Gemeinde:
Wann ehr uns erscht mol richtig kennt
Sinn mer die beschte Freunde."

Das Motto dieser ersten Sitzungsfastnacht lautete:

"Niemandem zum Leid, keinem zum Weh"

Ab diesem denkwürdigen Jahr 1929 übernahm der verdiente Christian GOLDE die Präsidentschaft des CV-ULK. Zu seinen verlässlichen Getreuen zählten:
Zeremonienmeister Ferdinand Zick, ausgezeichnet mit der Ehrenmitgliedschaft für 30jährige Aktivität, ferner Oberulker Karl Klingler und der Protokoller Johann Mohr.

Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges finden die Sitzungen in den Erbacher Lichtspielen statt.
Das Kinoprogramm entfällt selbstverständlich über die tolle Tage. 1939 werden dann zum vorerst letzten Mal Sitzungsfastnacht und Umzug durchgeführt. Der ausbrechende Krieg bringt das Fastnachtstreiben nicht nur in Erbach zum Erliegen.
An dieser Stelle sei den Präsidenten des Verein dankbar gedacht, die das Erbacher Narrenschiff glücklich durch die Jahrzehnte steuerten:
Louis Bastian, Karl Preiss, Jakob Reißinger, Karl Hübner, Georg Müller, Wilhelm Schwally und Christian Golde.

Echt schnell werden nach den Wirren des Krieges die Erbacher Fastnacht und ihr CV-ULK zu neuem Leben erweckt. Man will wieder Fastnacht feiern und fröhlich sein. Heinrich Köhler, Wilhelm Krämer, Phillip Zick und Walter Jakobs übernehmen kommissarisch den Vorsitz und treffen die Vorbereitungen für die Wiederzulassung durch die amerikanische Militärregierung.

Der CV-ULK im besten Mannesalter (1949 - heute)

Nach den leidvollen Jahren des 2. Weltkrieges begann der unermüdliche Christian GOLDE wieder mit der Aufbauarbeit des Vereins und bereits im Jahre 1950 konnte das 80. Jubiläumsfest mit besonderem Glanz gefeiert werden.
In einer Urwahl 1951 durch die Mitglieder des Vereins wird Erbgraf Franz zu Erbach-Erbach mit den meisten abgegebenen Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt. Christian Golde wird Ehrenpräsident. S.E. Graf Franz zu Erbach-Erbach zog als Prinz Carneval mit seiner holden Prinzessin, Ihrer Lieblichkeit Ilse Stetter, vom Erbacher Schloß in die Prinkgemächer der alten Erbacher Festhalle!
Die tapferen Mitstreiter dieser Jubiläumskampagne waren:
Valetin Diehm, Karl Holm, Georg Eckerlin, Heinrich Köhler, Johann Mohr, Jakob Wörner, Georg Schöpp, Phillip Zick, und Konrad Kiehl.
Mitten in der glanzvollen Epoche wurde der rührige, verdienstvolle Ehrenpräsident Christian Golde 1953 aus dieser Zeit für immer abberufen. Mit dem Tod des Grafen Alexander übernimmt Erbgraf Franz als neuer Chef die Leitung des Hauses Erbach und übergibt sein Präsidentenamt an Heinrich Köhler.
Heinrich Köhler, der echte Lorbserbu mit seinem gesunden Humor übernimmt somit die Nachfolge im Präsidentenamt. Bis zum Jahre 1956 lenkte er das Ulker-Narrenschiff mit Geschick und Schwung. Sein getreuer Assistent war der musikalische und eifrige Ulker Wilhelm SCHMIDT. Neben vielen Glanzparaden gelang Präsident Heinrich Köhler im Jahre 1955, das Prinzenpaar aus dem "Hause Liliput" zu engagieren.
Leider durfte Heinrich Köhler das 100jährige Jubiläum nicht mehr mitfeiern, denn im November 1969 mußte er für immer von seiner geliebten Heimatstadt und seinen vielen Freunden Abschied nehmen.

Werner BORCHERS 1957 seine kommunalpolitische Laufbahn im CV-ULK als Ulkerpräsident. Er führte seine Mannen mit Temperament und Schneid zu Leistungen hohen Niveaus, bewährte sich als beliebter Büttenredner und setzte seine ganze Persönlichkeit ein für eine Kampagne mit echtem, sauberem Humor. Auch als Häuptling der Kreisstadt, genant BB, blieb er seinem närrischen Untertanen treu verbunden und ließ und lässt sie im Rahmen des Möglichen seine obrigkeitliche Huld fühlen. Er freut stets herzlich, wenn er zur Faschingszeit inmitten seiner Narren närrisch sein darf. Alle Ulker wünschen von Herzen, dass er zum 100. Jubelfest dem hoheitlichen Prinzenpaar demütig zu Füßen liegt und dessen Befehl auch im familiären Bereich ohne Murren untertänigst ausführen muss.
Das 90. Jubiläum wurde unter Präsident Werner Borchers und dem Jubelpaar Prinz Ludwig I. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Doris zu einem unvergesslichen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Minister, Staatssekretäre und Sachbearbeiter in dieser Session waren:
Walter Körngen, Valentin Diehm, Willi Luther, Georg Töngi, Wolfgang Trinkaus, Max Speck, Fritz Ickler, Franz Riefling, Jakob Wind, Phillip Jucht, Otto Leimgruber, Phillip Zick, Georg Dünnebier, Georg Stuckert, Jakob Wörner, Jakob Keller, Jean Hoffmann, Georg Rodemich und last but not least Karl Holm. Von Werner Borchers stammt der Ausspruch:
"Wer Präsident des CV-ULK sein kann, der kann auch Bürgermeister von Erbach sein." Wie er diesen Satz verstanden wissen wollte, wird sein Geheimnis bleiben.
Wahr gemacht hat er diesen Satz im Jahre 1961. Er wird Bürgermeister von Erbach und bleibt es bis zu seinem plötzlichen Tod fast sechsundzwanzig Jahre lang.
Mit dem Erwerb der Amtskette übergab der Expräsident den Präsidentenstuhl im Jahre 1961 an seinen bewährten Adjudanten Walter SPECK, einen bekannten aktiven Ulker mit Frontbewährung. Ihm fiel es nicht schwer, als Käpt´n im Narrenschiff die hochstehenden und allseits beliebten Sitzungen und Umzüge in gleicher Weise fortzuführen.
Seine "Lorbserisch-Mannemer" Vorträge kamen stets an und lösten Begeisterung aus.
1965 musste er aus beruflichen Gründen schweren Herzens in die Reihen des Fußvolkes zurücktreten. Das Vereinsleben blühte, alle Aktiven standen in ihren Ressorts auf festen Füßen, die Stimmungskanonen schossen vorzüglich!
Jean HOFFMANN, der immer heitere und in vielen Kampagnen ausgezeichnete Zugmarschall des CV-ULK, langjähriges Mitglied des Elferrates, wurde mit dem Präsidentenamt betraut. Sein sonniges Gemüt und seine Frontbewährung zeichneten ihn besonders aus. Er führt das Amt 13 Jahre lang und übergibt 1978 das Amt des Präsidenten weiter an Paul WAGENKNECHT. In der Amtszeit von Paul Wagenknecht fällt der Ausbau hin zu fünf ausverkauften Prunksitzungen und die Einführung der Jugendfastnacht. Sie bietet jungen Karnevalisten die geeignete Bühne und ist die Nachwuchsschule des CV-ULK.
Im Jahre 1991 werden alle Fastnachtsveranstaltungen wegen des Golfkrieges abgesagt.
Schweren Herzens folgt auch der CV-ULK diesem Schritt, wäre doch in dieser Kampagne das für einen Karnevalverein größte Jubiläum zu feiern gewesen. Alle getroffenen Vorbereitungen zum 11x11jährigen Bestehen werden über Nacht hinfällig. Dekorationen verschwinden für immer in der Vergesseheit, ohne dass sie je zum Einsatz gekommen sind.
Im August 1992 übergibt Paul Wagenknecht die Vereinsführung in jüngere Hände. Seitdem führt Bernd RODEMICH das Erbacher Narrenschiff.
Während der Amtszeit von Bernd Rodemich gelingt es die Erbacher Fastnacht bis weit über die Grenzen des Odenwaldes bekannt zu machen.
Das Fanfarencorps und die Prinzengarde nehmen insgesamt 3x am Rosenmontagsumzug in Mainz teil. Das Fanfarencorps und Teile der Prinzengarde sind zweimal im Vorprogramm der Großen Domsitzung der "Großen Köllner" in Köln.
Der Fastnachtsumzug am Dienstag wird zu einem Massenspektakel und tausende Personen sind an beiden Seiten der Erbacher Strassen um dem Umzug zuzuschauen. Die Kinderfastnacht wird immer beliebter und erfreut sich immer mehr wachsendem Zuspruch. Auch wenn in anderen Orten oder Gemeinden ebenfalls ein Kinderprogramm auf die Beine gestellt worden ist kann sich die Erbacher Kinderfastnacht mit ihrem guten Programm behaupten. Ferner wurde um die Jugend weiter zu fördern ein bis zwei Programmpunkte der Jugendfastnacht in das
Erwachsenenprogramm miteingebunden.

Bernd Rodemich führte den Verein bis zum Jahre 2003.
In einer schwierigen Umbruchsphase der Fastnacht (Saalfastnachten gibt es mittlerweile bei jedem auch kleineren Verein – was die großen Fastnachtsvereine im Odenwald im großen Maße an den Zuschauerzahlen merken. Problem scheint kein Fastnachtsfrust in der Bevölkerung zu sein, es scheint so als ob die Leute vermehrt auf den Ortschaften lieber den kleinen Gesangesverein unterstützen als zu den großen Fastnachtsvereinen in die Kernstädte zu gehen) geht das Präsidentenzepter weiter an Willy Schmidt. Der gebürtigen Kölner Frohnatur gelingt es weitere Highlights in die Erbacher Fastnacht einzubringen. In der Sparkasse in Erbach wird erstmals eine CV-ULK Ausstellung präsentiert, die über Wochen dort zu sehen ist und großen Zuspruch fand.
Des Weiteren werden in der Amtszeit von Willy Schmidt neue Sitzungsangebote ausprobiert. Zum ersten Mal gibt es damit im Odenwald eine Weibersitzung. Ausgeführt wird diese bis zum heutigen Tag in den Bierhallen am Wiesenmarktsgelände. Gruppen aus den eigenen Reihen und Gruppen aus Nah und Fern melden sich monatelang vorher schon an um bei diesem reinen „Frauenspektakel“ dabei zu sein. Auch die Nachfrage nach Eintrittskarten ist und bleibt überwältigend. Vor dem neuen Jahresbeginn sind, wenn überhaupt, nur noch wenige Karten verfügbar. Dies zeigt, dass diese Art der Fastnacht immer größeren Zuspruch erfährt. Ebenso wurde, dies aber vorwiegend aus Kostengründen, die Kinder- und Jugendsitzung sowie der Kindermaskenball in die Bierhallen verlegt. Weitere ebenso neue Varianten der Saalfastnacht wurden während dieser Amtszeit ebenfalls ausprobiert. Zum einen wurde die Gala-Sitzung in der Werner Borchers Halle geschaffen. Eine Veranstaltung des CV-ULK, mit einem abgeänderten Programm wie die Bunten Abende, mit einem 3-Gänge Menu während den Pausen. Vereinsfremde Fastnachtsgrößen wie zum Beispiel Karl Oertl (Träger des Lachenden Lorbser Ordens) sind auf der Erbacher Bühne an dieser Veranstaltung aufgetreten. Während im ersten Jahr der Vorstand mehrheitlich positive Resonanz erkennen konnte , so musste man doch nach dem zweiten Anlauf, ein Jahr später erkennen, das die Odenwälder noch nicht reif waren oder sind für solche Veranstaltungen wie sie in großen Kommunen außerhalb des Odenwaldes oder im Rheinischen Raum allgegenwärtig sind oder waren.
Der nächste Versuch die Besucher wieder zur Erbacher Fastnacht zu begeistern war die Erbacher Spaßnacht. Auch diese Veranstaltung versprach nach dem ersten Versuch ein Dauerbrenner zu werden, fand sie doch großen Zuspruch. Allerdings wie schon bei der Gala-Sitzung wurde man im darauf folgenden Jahr enttäuscht was den Zuspruch betraf. Auch diese Veranstaltung, die in den Bierhallen stattfand, wurde nach dem zweiten Anlauf nicht wiederholt. Noch vor dem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt wurde die Bierhallensitzung geschaffen. Dies folgte aus der Konsequenz, dass die beiden Sitzungen am Samstag und am Montag zwar gut besucht sind und waren, aber eine weitere nicht realisierbar war. Mit einer Sitzung in den Städtischen Bierhallen war auch die Möglichkeit geschaffen eine andere Preisstruktur bei den Getränke- und Essenspreise zu machen da der Verein hier nicht auf die Bewirtung durch den Pachtnehmer in der Werner Borchers Halle angewiesen ist.
Im Jahr 2008 gab Willy Schmidt nach inneren Streitigkeiten das Zepter ab und Uwe Ludwig wurde an die Spitze des Vereins gewählt.
Seit der Amtszeit von Uwe Ludwig gibt es nach wie vor alle beiden Sitzungen in der Werner Borchers Halle sowie alle Veranstaltungen in den Bierhallen. Allerdings wurden die Namen der Veranstaltungen geändert, so dass sie einen höheren Erkennungswert haben. Gemeinsam mit den Vereinen aus Michelstadt, Steinbach und Stockheim wird der 11.11. jeden Jahres bei einem anderen Verein gemeinsam gefeiert und die Kampagne zusammen eingeläutet. Auch ist es wieder „Brauch“ das CV-ULK Prinzenpaar mit einem großen Aufgebot des Vereins am Bahnhof abzuholen.


Stand 2010
Tobias Stock

 



Der CV Ulk dankt seinen Haupt-Sponsoren!

Hauptsponsoren des CV Ulks

Datenschutzerklärung | Impressum