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(15.1.2017) Zunächst etwas einsam wehte die Vereinsfahne des CV Ulk im kühlen Januarwind und musste sich einer Flut von Transparenten der Windkraftgegner erwehren, die sich vor der Werner-Borchers-Halle postiert hatten, um gegenüber der Partei Bündnis90/DIE GRÜNEN ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen. Nach und nach fanden sich auch die Erbacher Ulker ein, die zeitgleich im Restaurant am Elfenbeinmuseum ihren Neujahrsempfang feiern wollten. Spätestens als der Fanfarenzug der Ulker zum Jahresauftakt aufspielte, hatten die Ulker das Geschehen im Griff und erhielten sogar von den Demonstranten fröhliche Helau-Rufe.

 

Die Garde war von den kleinsten Ballettmädchen bis zur Ehrengarde nahezu vollzählig angetreten und Vereinspräsident Hansjürgen Kolmer konnte gemeinsam mit Sitzungspräsident Eckhard Heinich, dem Prinzenpaar Mareike I. (Mareike Heinich) und Marcel I. (Marcel Edelmann) sowie dem Kinderprinzenpaar Leonie I. (Leonie Müller) und Ferdinand I. (Ferdinand Buchholz) zahlreiche Gäste aus Politik und Narretei begrüßen.

 

Im Rahmen des Neujahrsempfangs verleiht der CV Ulk Erbach alljährlich seinen Orden „Lachender Loabser“. Der von Bernhard Röck gestaltete Orden aus Mammut-Elfenbein wird an Personen verliehen, die sich um den Humor und das Karnevalsbrauchtum verdient gemacht haben. Als Erste erhielt 1990 Margit Sponheimer den Ehrenorden der Erbacher Narren. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Ralf Falkenstein. In der Kampagne 2016/2017 soll der Orden einem Künstler zu Teil werden, der sich insbesondere durch seinen kabarettistischen Umgang mit dem hessischen Dialekt verdient gemacht: Der Bensheim Theatermacher Walter Renneisen. 

 

 

Die Laudatio auf den neuen Ordensträger hielt Landrat a.D. Horst Schnur. In der Region bekannt und bewundert – so Schnur - wurde Renneisen bei den Heppenheimer Festspielen in zahllosen Stücken von Shakespeare bis Goethe. In vielen Stücken war er das Zugpferd, das das Publikum anzog und bei Wein und Laugenbrezeln zu rasendem Applaus hinriss. Er ist außerdem ein viel beschäftigter Hörspielsprecher und wirkte in über 800 Hörspielen mit. Renneisen war im Fernsehen in zahlreichen Fernsehspielen und Reihen zu sehen u.a. „Tatort“, „Siska“ oder „Die Kommissarin“. Zurzeit begeistert er sein Publikum mit seinem Soloprogramm „Deutschland Deine Hessen“.  Es sei wahrhaftiges hessisches Kabarett, intelligent und saukomisch, aber nie platt – lobte der Laudator. Liebevoll nehme Renneisen in bestem Hessisch die Hessen aufs Korn: "Wann mir gewwe, gewwe mir gern. Awwer mir gewwe nix!" oder "Eh isch misch uffresch, is mirs lieber egal." „Nemme se des Audo, des hat brarrere Rärrer!" Das gerollte „r" aus der Wetterau ist ein Klassiker in Renneisens humorvoller Dialektreise.

 

Walter Renneisen lebt in Bensheim- Auerbach, ist verheiratet und hat zwei Töchter und zwei Söhne. Sein Sohn Mathias eifert ihm als Schauspieler nach. Seine liebe Frau Elisabeth unterstützt ihn nach Kräften in allen Belangen seiner schauspielerischen Tätigkeit und seiner Engagements. Neben dem Adolf Grimme Preis, dem Hessische Verdienstorden und dem Bundesverdienstkreuz am Bande ziert ihn nun auch der Orden des Lachenden Loabsers.

 

Sichtlich angetan von der mit Anekdoten angereicherten Laudatio Schnurs nahm Walter Renneisen die Urkunde und den Orden aus Mammut-Elfenbein von Vereinspräsident Hansjürgen Kolmer entgegen. Ausgestattet mit einem dicken Redeskript trat der neue Ordnungsträger dann hinter das Rednerpult und gab eine eindrucksvolle Darbietung seines schauspielerischen und mundartlichen Könnens.

 

 

Ob auf der Theaterbühne, im Fernsehen oder bei Hörspielen: Als Schauspieler ist Walter Renneisen in ganz Deutschland bekannt. Nun erhielt er aus den Händen von Vereinspräsident Hansjürgen Kolmer und Sitzungspräsident Eckard Heinich den Orden des „Lachenden Loabsers“ des CV Ulk Erbach und wurde so für seine Verdienste um den hessischen Humor ausgezeichnet. (Foto: CV Ulk)

 



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